Fremdenergien im Alltag

Warum du nach einem ganz normalen Tag nach Hause kommst und dich fragst, was mit dir los ist...

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08.06.2026

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Fremdenergien im Alltag

08.06.2026


Myria wachte langsam auf, noch im Halbschlaf, bevor sie richtig begriffen hatte, dass ein neuer Tag begann, kreisten ihre Gedanken um Geld. Was, wenn eine unerwartete Rechnung kommt? Was, wenn etwas kaputtgeht? Wie soll das alles reichen? Die Brust war eng, das Atmen schwer, und mit jedem Gedanken schien die Angst grösser zu werden.

Myria kennt sich gut und weiss normalerweise, wie sie mit solchen Momenten umgeht. Aber diesmal liess es sich nicht abstellen. Die Panik blieb, liess sich kaum beruhigen. Sie fühlte sich erschöpft und gerädert, obwohl der Tag noch gar nicht richtig begonnen hatte.

Am Abend zuvor spürte sie davon nichts. Sie war in der Stadt, schlenderte durch die Strassen, schaute in die Schaufenster und genoss die Stimmung und das Treiben. Als sie schlafen ging, war noch alles gut.
Erst ein Gespräch mit einer Kollegin brachte die entscheidende Frage: Ob sie vielleicht in der Stadt etwas aufgeschnappt habe. In diesem Moment wurde es ihr klar. Kurz danach hat sie mich kontaktiert.
Was Myria erlebt hat, ist kein Einzelfall. Es passiert täglich, den meisten Menschen völlig unbemerkt.

Was energetisches Clearing ist und wie es grundsätzlich funktioniert, erfährst du in meinem umfassenden Guide: anjajoerger.life/guide-energetisches-clearing
Fremdenergien entstehen nicht nur in Krisen. Sie schleichen sich auch im ganz normalen Alltag ein, in Begegnungen, die wir nach fünf Minuten schon wieder vergessen haben, auf dem Weg zur Arbeit, im Café, in der Frauenrunde, auf dem Markt. Und weil wir den Zusammenhang nicht sehen, suchen wir die Ursache für unser Unbehagen woanders.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie und wo Fremdenergien im Alltag entstehen, woran du sie erkennst und was du tun kannst.

1. Wie Fremdenergien im Alltag entstehen

Wir sind energetisch durchlässig und nehmen wahr, was um uns herum passiert. Wir reagieren auf Stimmungen, Spannungen und die emotionalen Zustände anderer. Die Psychologie nennt das emotionale Ansteckung: Unsere Spiegelneuronen sind darauf ausgelegt, zu spüren, was andere fühlen. Sie lassen uns mitlachen, mittrauern, mitspüren, ohne dass wir uns bewusst dafür entscheiden. Was wir dabei unbewusst übernehmen — fremde Stimmungen, Emotionen, Energien — das nenne ich Fremdenergien. In meiner Arbeit gehe ich noch einen Schritt weiter: Diese Energie setzt sich fest, wenn wir nicht bei uns sind.

Energetisch betrachtet bedeutet das: Wo dein Energiefeld offen ist, kann sich fremde Energie einnisten. Und offen bist du öfter, als du denkst. Gedanken, die dich woanders hinziehen, ein Kommentar, der dich trifft, eine Nachricht, die dich nicht loslässt oder Schmerzen, die dich vereinnahmen. Momente, in denen du gar nicht gemerkt hast, dass gerade eine Grenze überschritten wurde.

Die meisten Menschen ahnen nicht einmal, wie selten sie wirklich bei sich sind. Und genau das ist die grösste Lücke.

2. Wo es besonders häufig passiert

In Gesprächen, die dich streifen

Du sitzt in einem Café und an einem Nebentisch streiten sich zwei Menschen lautstark. Du bist nicht dabei, es geht dich nichts an, du hörst vielleicht nicht mal genau hin. Und trotzdem nimmst du die Anspannung wahr. Wenn du bezahlst und gehst, ist da oft ein Rest dieser Spannung, der mitkommt. Du bist kurz danach weniger offen, etwas zurückhaltender, als wärst du noch in der Stimmung des Streits.

In Gruppen und Runden

Frauenrunden, Teamgespräche, Familientreffen: Wo viele Menschen zusammenkommen, sind viele Energiefelder im Raum. Jeder bringt seine Stimmung, Anspannung oder Sorgen mit. Wenn du dich in solchen Situationen plötzlich unwohl fühlst, ohne dass irgendjemand etwas Konkretes gesagt oder getan hätte, ist das oft ein Hinweis. Dein System registriert, was im Raum ist, auch wenn du es nicht benennen kannst.

In Momenten, in denen du dich erklären musst

Manchmal genügt ein einziger Kommentar. Jemand sagt etwas zu dir, das dich trifft, und plötzlich beginnst du zu zweifeln, dich zu rechtfertigen und fühlst dich kleiner als du bist. In diesem Moment bist du nicht mehr bei dir. Und genau da kann sich etwas festsetzen, das nicht zu dir gehört. Oft bleibt dieses Gefühl noch Stunden nach dem Gespräch hängen, und du fragst dich, warum du dich damit noch beschäftigst.

An belebten Orten

Ich selbst merke es immer wieder: Nach dem Einkaufen in der Stadt bin ich erschöpft, fühle mich müde und die Energie ist kurzfristig an einem Tiefpunkt, obwohl es dafür im Aussen keinen Grund gibt. Was bei mir oft tatsächlich so ist, dass ich auf der Heimfahrt extrem gähnen muss. Dieses Gähnen ist mein Stressabbau. Ich kann das gar nicht mehr kontrollieren. Teilweise gähne ich so stark, bis mir die Tränen kommen.

Viele meiner Klientinnen kennen das genauso. Die Energie von vielen Menschen, mit all ihren Emotionen und Energien, hinterlässt Spuren. Dasselbe gilt für alle Orte, wo viele Menschen zusammenkommen.

3. Woran du es erkennst

Manchmal merkst du es sofort. Du kommst nach Hause und spürst, dass etwas nicht mehr stimmt. Du bist auf einmal müde, traurig, frustriert, gereizt oder innerlich schwer und du hast keine Ahnung, warum. Vielleicht war der Tag gar nicht besonders schlimm, und trotzdem fühlst du dich danach leer, unruhig oder seltsam angespannt.

Manchmal zeigt es sich auch erst später. Du warst unterwegs, hast mit Menschen gesprochen, bist durch die Stadt gegangen oder hast in einer Gruppe Zeit verbracht und erst danach kippt etwas. Der Kopf wird voll, die Gedanken werden dunkler oder wirrer, und du erkennst dich selbst für einen Moment nicht wieder.

Der Körper reagiert schneller als du denkst. Der Kiefer spannt sich an. Die Schultern ziehen sich hoch. Der Atem wird flacher, kürzer, du atmest nicht mehr frei. Vielleicht ein Ziehen im Nacken oder eine Schwere im Rücken, die plötzlich da ist. Oft ist das der erste Hinweis, noch bevor du überhaupt weisst, was gerade passiert ist.

Viele meiner Klientinnen sagen dann: «So bin ich doch sonst gar nicht.» Genau das ist oft der Punkt, an dem du hinschauen solltest. Nicht, weil mit dir etwas falsch ist, sondern weil dein System etwas aufgenommen hat, das nicht einfach nur zu deinem eigenen Zustand gehört.

Frag dich in so einem Moment ganz einfach: Wann genau hat dieses Gefühl angefangen? Was war davor? Oft liegt der Auslöser viel näher, als man zuerst denkt — ein Gespräch, ein Ort, eine Stimmung oder eine Begegnung.

4. Was du tun kannst

Der erste Schritt ist die Bewusstwerdung. Allein die Frage «Ist das überhaupt meins?» verändert etwas. Denn wenn du merkst, dass dieses Gefühl, diese Schwere oder diese Gedanken vielleicht gar nicht zu dir gehören, fällt etwas von dir ab. Du musst es nicht lösen, nicht verstehen, nicht aufarbeiten. Du gibst es einfach zurück.

Übung: Rückgabe und Klärung deines Energiefeldes

Wenn du nach Hause kommst, nimm dir einen Moment Zeit. Stell dich hin oder setz dich so, dass du stabil bist. Spüre deine Füsse am Boden und deinen Körper im Kontakt mit der Unterlage. Atme ein paar Mal ruhig ein und aus, ohne etwas zu verändern.

Dann sag innerlich, klar und einfach:

»Alles, was nicht zu mir gehört, geht jetzt aus meinem Energiefeld und zurück an den Ursprung.«

Wiederhole diesen Satz ein- bis dreimal in deinem eigenen Tempo. Bleib kurz stehen oder sitzen und lass es nachwirken, ohne etwas zu tun oder zu kontrollieren. Dann kehrst du in deinen Alltag zurück.

Du musst nicht wissen, woher es kommt oder von wem es stammt. Es geht automatisch dorthin zurück, wo es hingehört. Das braucht keine Vorkenntnisse und keine Erfahrung mit energetischer Arbeit. Es ist eine bewusste Entscheidung.

5. Der nächste Schritt

Manchmal reicht diese Bewusstwerdung völlig aus. Du erkennst, was nicht deins ist, du gibst es zurück und bist wieder bei dir.

Oft sitzen Fremdenergien aber tiefer. Das passiert vor allem dann, wenn sie auf ein eigenes Thema treffen, das bereits in dir angelegt ist — sie treffen diesen Punkt, halten sich dort fest und ziehen dein Eigenes mit hinein. Oder sie haben sich über längere Zeit angesammelt, die Situationen wiederholen sich immer wieder. Wenn die Übung kurzfristig Erleichterung bringt, aber dasselbe Muster immer wieder zurückkommt, ist das ein Hinweis, dass mehr dahintersteckt. Dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Bist du unsicher oder möchtest mehr darüber wissen? Ich habe einen kurzen Test für dich entwickelt: Mit 10 Fragen bekommst du mehr Klarheit darüber, ob Fremdenergien bei dir eine Rolle spielen.

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